Crash Boom Bang

“Bestes Spiel das jemals gemacht wurde!” schoss es mir durch den Kopf, als ich die Demo von Just Cause 21 zum ersten Mal durchgespielt hatte. Die Demo war so gut, dass ich sie gleich ein zweites Mal spielen musst. Und ein drittes Mal. So etwas gab es zum letzten Mal glaube ich im vergangenen Jahrtausend: Dass mich eine Demo so sehr fesseln konnte, dass ich sie immer und immer wieder spielen musste. GTA 2 hieß dieses Spiel damals und hatte einige Pparallelen zu Just Cause 2. Natürlich haben das Spiel und auch die Demo eine Handlung. Irgendwas mit Söldnern, Freiheitskämpfern, Unterdrückern und so. Aber ernsthaft, hat sich jemand für die Handlung in GTA 2 interessiert? Eben. Man konnte durch die Gegend fahren und viele Dinge in die Luft jagen. Und genau das kann man bei Just Cause 2 auch.
Und Explosionen hat das Spiel wirklich viele zu bieten. Das fängt an bei kleinen Gasflaschen, die bei Beschuss in die Höhe schnellen und dort ein Feuerwerk verursachen und hört auf bei Raketenabschussrampen, die man jederzeit infiltrieren und in einem riesigen Feuerball untergehen lassen kann. Zerstörbar ist in der Spielwelt, die schon in der Demo ansehnlich groß ist, so ziemlich alles, was man zerstören können will. Um das Ganze noch ein wenig mehr… awesome2 zu machen wird dem Spieler ein Haken an die Hand gereicht, was erstmal weniger spannend klingt. Den kann man verschießen und, je nach Gewicht, den Spieler oder den getroffenen Gegenstand aufeinander zu befördern. Hatten wir alles schonmal. Richtig lustig ist aber die Möglichkeit zwei Gegenstände aneinander zu befestigen. Ihr seid zu faul die Statue des Diktators zu sprengen? Kein Problem, hängt sie an einen Jeep und tretet ordentlich drauf. Ihr wollt ohne auf ihn zu feuern einen Soldaten erledigen? Hängt den auch gerade an den Jeep. Oder noch besser: An oben erwähnte, in die Höhe schnellende Gasflasche.
Erwähnte ich eben Jeep? Fahr- und Flugzeuge gibt es auch eine Menge, die natürlich alle steuerbar und zum Teil schwer bewaffnet sind. Auf diesen kann man auch sehr elegant herumklettern. Wenn euch mal wieder ein Fahrzeug der Feinde verfolgt zerrt euch doch einfach mit dem Haken auf die Motorhaube und schießt ihnen während der Fahrt ins Gesicht. Das sieht dann alles aus wie ein langes Quick Time Event, lässt sich aber bewusst und meistens sogar gezielt auslösen, was zu wahnsinnig, und ich meine wirklich wahnsinnig, aussehenden Manövern führt. Prototype in einfacher zu steuern, quasi. Der jederzeit ziehbare Fallschirm3 tut sein übrigstes, um euch jede Freiheit beim toll sein zu lassen. Das spielt sich von Vorne bis Hinten wie ein Film von Michael Bay. Absolut logikbefreit, aber BÄM!
Doch ich habe Angst. Vor der Vollversion. Ich habe in der Demo schon dreihunderachtundneunzig verschiedene Möglichkeiten entwickelt, eine Tankstelle in die Luft zu sprengen und auf achthundertsiebenundvierzig verschiedene Arten meinen Feinden das Leben schwer gemacht. Was soll da noch kommen? Die Welt ist, wie einem der Trailer am Ende der Demo verrät, riesig! Will ich wirklich stundenlang in immer anderen Grafiksets das tun, was ich in der Demo schon bis zum Erbrechen totgemocht habe? Bitte bitte, liebe Entwickler von Eidos und Avalanche, pumpt das Ding voll mit interessantem Content, dass das Spiel wirklich so geil wird, wie die Demo verspricht. Dann bin ich ein sicherer Kunde von euch.
Just Cause 2 – Limited Edition
Price: EUR 59,99
(24 customer reviews)
6 used & new available from EUR 22,50
- “Just cause” heißt übrigens “Weil halt”, falls es jemand noch nicht wusste. ↩
- Früher hätte hier wahrscheinlich sowas wie “knorke” oder einfach nur “geil” gestanden, aber zum Glück haben wir ja in letzter Zeit Toleranz für Anglizismen entwickelt. ↩
- Für sachdienliche Hinweise, wie der Protagonist eine offensichtlich unendliche Anzahl an Fallschirmen in seinen Rucksack bekommt, wäre ich sehr dankbar. ↩


13 Kommentare
Moritz
9. März 2010
19:15
Grad ein paar Gameplays reingezoge – sieht echt geil aus.
Ich hab heute ja mit CoD 6 angefangen und finde es gar nicht mal so schlecht, wie überall behauptet wird. Die Flucht auf dem Jetski zum Beispiel: obergeile Affenscheiße im Quadrat! Und die Szene am Flughafen ist bis auf den Anfang (wahlloses Zielen auf Zivilisten find’ ich jetzt nicht so innovativ bzw. aufregend) auch saugeil – diese Schilde, herrlich :-D
Moritz
9. März 2010
19:16
Ich meine natürlich “schießen”, nicht “zielen” -.-
Pascal
9. März 2010
19:23
Ich hab nie was gegen Modern Warfare gesagt! Hab vor kurzem beide durch meine Gehirnwindungen gejagt und fand beide klasse! Im Gegensatz zu allen anderen sogar MW2 besser als den ersten.
Moritz
9. März 2010
20:38
Ich hab den ersten nur angespielt und dann gleich den zweiten angefangen :-D
Pascal
9. März 2010
23:12
Ist ein Fehler, der erste ist auch toll. (Ich versuche das jetzt so spoilerfrei wie möglich zu machen!) Bist du schon bei der Bombe angekommen? Bis dahin würde ich mindestens spielen, da klappt dir die Kinnlade runter.
mkraxx
10. März 2010
10:03
Das mit “Just Cause=weil halt” meinst du ja jetzt nicht wirklich ernst, oder? Bei kleingeschriebenem “cause” würd’s ja stimmen, im Titelkontext bedeutet es soviel wie “gerechte Sache”.
jorl
10. März 2010
14:00
Ich als Silbermitglied habe die Demo der gerechten Sache 2 noch nicht getestet, deswegen erstmal nur eine Meinung anhand der Trailer: Ich befürchte ja das die Entwickler es zu weit getrieben haben mit der Aneinander-Binderei. Das bringt doch nichts, außer das der Gegner länger auf mich schießen kann und das es wohl irgendwie witzig/cool/awesome sein soll. Das selber Rumschnipsen hat genau den gegenteiligen Effekt, damit bin ich wohl wesentlich schneller und kommer auch flugs irgendwo hoch. Aber wenn ich das immer machen kann, wozu dann noch laufen? Nur wird mir diese Flummiebewegung sicher auf den Geist gehen.
Naja mal sehen. Der erste Teil hatte mir ja auch gefallen obwohl es immer und immer wieder das selbe war (bester Beweis: http://www.trueachievements.com/Just-Cause-xbox-360.htm?gamerid=85622). Das Gleiten ins Abendrot war einfach schön.
Pascal
10. März 2010
16:23
@mkraxx: Ja. Nein. Vielleicht. Das gehört zu dem Mythos, den ich um meine Person aufbaue. Muahaha.
(Nein, ehrlich jetzt, das steht nur zum Spaß da.)
@jorl: Es gibt durchaus Stellen an denen man den Haken sinnvoll einsetzen kann und es macht auch wirklich Spaß im Kampf mehr zu schwingen als zu laufen. Für größere Strecken kann man den eh nicht gebrauchen, da greif ich dann lieber zu einem Fahrzeug. So richtig nutzlos finde ich es nicht, man kann nur jede Menge nutzloses Zeug damit anstellen.
Bomel
10. März 2010
17:00
sieht geil aus…woher die demo?
jorl
10. März 2010
17:21
hierher, passende konsole vorausgesetzt:
http://marketplace.xbox.com/de-DE/games/media/66acd000-77fe-1000-9115-d802534307e7/
Pascal
10. März 2010
17:36
Wenn ich mich recht entsinne kann man die auch über Steam kriegen. PS3 wird wohl auch irgendwie gehen.
frank
10. März 2010
21:54
Ja die Demo ist wirklich spassig, aber da is soweit ich weiß leider kein Multiplayer dabei, oder?
Zum Sinn des Namens:
“The game draws its premise (and name) from the real-life United States invasion of Panama, code-named “Operation Just Cause”, which involved United States military action to overthrow military leader Manuel Noriega.”
http://en.wikipedia.org/wiki/Just_Cause_(video_game)
Pascal
11. März 2010
09:50
Multiplayer wird, nach offizieller Aussagen, wozu ich aber, wie immer, keinen Link habe, möglicherweise als DLC nachgereicht. Das würde das Spiel natürlich, wenn ordentlich umgesetzt, noch eine Lustikusstufe heben.