Ersteindruck: Resident Evil 5

Resident Evil 5 - Screenshot
Nach zeitweiser deutschlandweiter Verwirrung mit Hasstiraden gegen Microsoft, Capcom, die FSK1, die BPJM, den Papst und die Illuminaten ist die Demo zum kommenden, nicht nur von Serienfans heiß erwarteten, Survival-Horror-Shooter Resident Evil 5 vor zwei Tagen erschienen. Nachdem ich mich gestern bereits ausgiebig über den Singleplayer-Part hergemacht hatte gab Isaak Julian sich heute die Ehre in meiner Xbox.

Ihr solltet wissen: Ich habe die Filme gesehen und die Bücher bis zu einem gewissen Grad gelesen aber nie ein Resident Evil gespielt, was vor allem daran liegt, dass ich auch noch nie eine Playstation besessen habe und nicht plane, dies in naher Zukunft zu ändern2. Ich bin mir aber durchaus bewusst, dass Resident Evil 5 spielerisch der Nachfolger von Resident Evil 4 ist, welches so rein gar nichts mit den ersten drei Teilen zu tun haben wollte, aber das nur am Rande. Der Vorteil: Ich bewerte das Spiel völlig unvoreingenommen!

Zuersteinmal das wichtigste, was mir persönlich am schnellsten auffiel: Ich habe dort oben zwar geschrieben, dass es sich um einen Horror-Shooter handelt aber was ich in der Demo gesehen habe war alles andere als gruselig. Hell erleuchtete, übersichtliche Level die absolut keinen Platz für Überraschungen bieten und noch dazu rennenden, Waffen einsetzende, ja sogar redende Feinde, bei denen selbst ich zögere, sie “Zombie” zu nennen3. Spielerisch beschränkt es sich weitestgehend auf ein einfaches Shoot ‘em up mit Rückendeckung, aber was die Demo ansonsten an Team-Arbeit anklingen ließ wird wahrscheinlich der beste Teil des Spiels werden. Zumindest im Multiplayer-Modus.

Resident Evil 5 - Screenshot
Alleine hatte ich nie das Gefühl, dass Sheva unverzichtbar für mich wäre. Sie war da, deswegen hab ich ihr ab und zu auch meine Rückendeckung anvertraut, aber wenn sie nicht an einigen Stellen ins Leveldesign mit hineindesignt worden wäre wüsste ich jetzt nicht, warum sie mir überhaupt hinterherläuft. Die gute Nachricht: Sie blieb mir auch nicht als strohdummer Mitspielerersatz im Gedächtnis, wie zum Beispiel die Computerkameraden in Left 4 Dead, sondern als vollwertiger Bestandteil des Spiels. Sauer aufgestoßen ist mir im Teamwork mit ihr auch das Inventar: Ich konnte einfach Gegenstände mit ihr tauschen, aber nicht die Munition mir ihr teilen. Selbst wenn ich genug Munition für einen dritten Weltkrieg hatte konnte ich sie ihr entweder komplett oder gar nicht überreichen. Entweder habe ich etwas wichtiges übersehen, was dann in der Vollversion hoffentlich ausreichend im Handbuch oder im Tutorial erklärt wird, oder hier besteht eindeutig Nachholbedarf.

Zusammen mit einem Freund bleibt das Spiel genau das Selbe. Es fühlt sich aber anders an. Würde ich jetzt sagen “Wenn Sheva getötet wird stirbt ein Freund von mir” würde das nur den “Killerspiel”-Schreiern Futter in den Rachen werfen, es wäre aber richtig, man passt schon ein bisschen besser aufeinander auf, schließlich kennt man sich. Meine Xbox wird nicht mit mir schimpfen wenn ich einen Fehler mache, mein Mitspieler schon. Wie bei fast allen Spielen: Der Kamerad aus Fleisch und Blut hebt es auf eine ganz andere Ebene, die man einfach nicht vergleichen kann, denn wie gesagt, es ist und bleibt genau das selbe Spiel.

Resident Evil 5 - Screenshot

Zur grafischen Darbietung muss ich wohl nicht mehr viele Worte verlieren, das Spiel hält was die Trailer versprechen, High-End-Grafik wie man sie auf einer modernen Konsole auch erwarten kann. Die laute Kritik an der Steuerung kann ich nur wenig nachvollziehen, das Spiel wurde nie durch irgendwelches Gefummel zu hektisch, da man vieles abkürzen (Waffenwechsel) oder automatisieren (Nachladen) kann. Lediglich beim Rennen waren die Bewegungen zu träge für die engen Level, so dass man in Kurven immer kurz aufhören musste zu rennen.

Ich freue mich auf ein gutes, aber nicht herausragendes Actionspiel mit einem tollen Koop-Part.

Bilder: 4Players

Yeaahh!
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  1. Die damit natürlich nun überhaupt rein gar nichts zu tun hat.
  2. Mein persönlicher 10-Jahres-Plan quasi. Gott, wie ich Seitenhiebe auf Sony liebe!
  3. Und ich werde von Zombie-Fans allgemein gehasst, weil ich die Zombies in 28 Days Later als Zombies bezeichne.

4 Kommentare

..mit der Munni das habe ich auch gerade nicht geschnallt. Sonst war’s nett; kaufen werde ich es aber nicht.

Gudde Nacht. ;)

Schöner Ersteindruck. Ich lad mir die Demo erst morgen (wenn ich es nicht vergessen) langsam wird ja die Zeit knapp!

Anscheinend handelt es sich bei den “Zombies” genau wie im Vierten Teil um “Las Plagas” Infizierte.
Das ist zum einen Teil klasse, da die Story weitergeführt wird, zum andern Teil doof, weil Umbrella anscheinend nichts damit zu tun hat.
Mir hats jedenfalls gefallen, vor allem im Koop Modus.

Einzige Kontra Punkte für mich:
- Keine Möglichkeit während dem Schießen und Zielen zu gehen (Da hätte man sich ne Scheibe an Dead Space abschneiden sollen)
- Sprinten ist umständlich

Keine Möglichkeit während dem Schießen und Zielen zu gehen (Da hätte man sich ne Scheibe an Dead Space abschneiden sollen)

Kann ich irgendwo noch verstehen, kein Schütze dieser Welt kann im Laufen so genau schießen wie die beiden. Hätte man natürlich auch anders lösen können (Laufen = Ungenau Zielen konnte schon Counter-Strike, harhar), finds so aber gar nicht so schrecklich.

Du willst es doch auch!