Etwas ist faul im Staate Panau
Traumhafte, weiße Strände. Gletscher von atemberaubender Schönheit. Tiefe Wälder. Malerische Dörfer. Panau ist ein paradiesisches Urlaubs…ähh… paradies. Man könnte gemütlich auf dem Panau International Airport mit der beeindruckenden Glasfront landen, ein paar Urlaubsfotos für die Verwandten vor der aus feinstem Stein gemeißelten Statue von Baby Panay schießen, sich ein Taxi nehmen und in’s Three Kings Hotel düsen, um ein paar schöne Nächte auf den Partydächern zu verleben, um danach… doch halt. Wir kommen wahrscheinlich nichtmal im Hotel an. Dafür gibt es drei Gründe. Drei Gründe, die Panau als sehr seltsam erscheinen lassen. Man könnte fast meinen, Panau wäre gar keine echte Insel, sondern… eine noch größere Truman Show!
Grund 1: Der Verkehr
Oi! Wer von euch ist schonmal auf Panau herumgegurkt und hat sich über die angespannte Verkehrslage gewundert? Jeder, das wette ich mich euch. Doch nicht etwa die Stadtautobahn1 oder die großzügig angelegten Überlandautobahnen sind verstopft. Nein nein, es sind die kleinen Wege, die Feldwege, die gerade so breit genug für ein einziges Auto sind, die es nur in der Ausführung “Total überfüllt” gibt. Und nicht etwa mit den Treckern von den Farmern, die den Feldweg eben benutzen müssen, nein: Quads und Jeeps geben sich mit Luxuskarossen und Sportfahrzeugen die Klinke in die Hand. Was sie dort suchen? Keine Ahnung. Wo sie hin wollen? Keine Ahnung. Vermutlich fahren sie immer nur im Kreis…
Grund 2: Die Passanten
Ständig steht irgendjemand auf der Straße rum. Man könnte fast meinen, wir sind in Frankreich, wo Zebrastreifen zwar sehr viel häufiger vorkommen als bei uns, aber eher als freiwillig angesehen werden. Und nicht, dass sie dort irgendwie ihrem Tagewerk nachgehen, weil es sich bei den Rumstehern zufällig um Straßenarbeiter handelt. Apropos Tagewerk: So etwas scheint es auf Panau nicht zu geben. Die Bevölkerung scheint nur zu existieren, um sich unterdrücken und abknallen zu lassen. Oder eben auf der Straße rumstehen und ab und zu mal sagen, dass ihr Bruder verschleppt wurde. Vielleicht sind es ja nur Statisten…
Grund 3: Das Militär
Panau hat eine Militärmacht, auf die selbst erstklassige Diktatoren stolz wären. Das erklärt wahrscheinlich auch den Mangel an Passanten: Die komplette Bevölkerung befindet sich im Militärdienst! Irgendjemand muss ja die Raketenabschussbasen besetzen, deren gesammelte Feuerkraft reichen würde, um die komplette nördliche Hemisphäre in Schutt und Asche zu legen. Und die Satellitenanlagen, die leistungsstark genug ist, dreitausend Jahre alte Schallwellen aufzufangen. Und, natürlich, eine unendliche Anzahl an Panzern und Hubschraubern. Vielleicht, aber nur Vielleicht, ist das alles Kunstblut und die Explosionen sind Spezialeffekte…
- Und sowieso, wer hat die gebaut? Das Konzept, die rechte Spur als Verzögerungs- und Beschleunigungsstreifen zu verwenden und währenddessen den kompletten, fließenden Verkehr über die linke Spur abfertigen zu wollen, hat einfach keine Zukunft! ↩

3 Kommentare
PeterPwn
28. April 2010
19:29
Panau? Der geneigte Leser nimmt an es geht um Just Cause 2?
mkraxx
28. April 2010
20:34
Da hat der geneigte Leser sicher recht…
Pascal
29. April 2010
09:17
Ich, als allgegenwärtige Autoritätsperson, kann dem geneigten Leser hier vollkommen Recht geben.