Friday Flash: Icebreaker

An dieser Stelle möchte ich in unregelmäßigen Abständen, ich versuche wöchentlich, Freitags ein Flash-Spiel vorstellen, denn egal wie oft über Flash geschimpft wird, einige Spieleperlen wurden damit umgesetzt, zum Teil sogar für viel mehr als einfach nur zwischendurch. Den Anfang macht ein eher kleines Spiel: Icebreaker von Nitrome. In diesem Spiel geht es darum einige Wikinger in ihr Boot zu befördern, aber natürlich ist der Plot nur das Sahnehäubchen1 auf einem guten Physik-Knobelspiel.
Ziel des Spiels ist es, wie schon gesagt, die in der Landschaft stehenden oder im Eis eingefrorenen Wikinger zu ihrem Anführer auf das Boot zu befördern. Um dies zu erreichen kann man die Spielwelt bis zu dreißig Mal zerschneiden und so ins Rutschen bringen, was allerdings nicht mit allen Materialien funktioniert: Eis und Seile durchtrennt man spielend, Felsen, Holz und natürlich Wikinger sind tabu. Um das ganze ein wenig spannender zu machen gibt es natürlich noch einige Objekte mehr: Vögel mit Seilen an den Füßen, die alles daran hängende nach oben befördern, mystische Eisblöcke die beim Zerschneiden einen raketenhaften Schub entwickeln, dicke Wikingerdamen, aus denen schnell die Luft raus ist und einige weitere.
Wer Nitrome öfters besucht wird davon nicht überrascht sein, aber die Grafik besteht natürlich aus wunderschön gepixelten Sprites auf ebensolchen Hintergründen. Als Kritikpunkt muss ich die Bedienbarkeit anbringen: Das Scrollen über die Karte macht durchaus einen gewissen Teil des Schwierigkeitsgrades aus, die (leider nicht klickbare) Übersichtskarte versperrt ohne großen Mehrwert einen Teil der Sicht und ich konnte keine Möglichkeit finden einen Level vorzeitig zu beenden2. Gefühlt nimmt es das Spiel auch nicht immer hundertprozentig genau mit der Physik, die Abweichungen zum erwarteten Ergebnis sind aber minimal.
Alles in allem ist Icebreaker ein unterhaltsames Spiel für Zwischendurch, von dem man aber nicht mehr Tiefgang als von einem Drachenboot erwarten sollte. Wie bei allen Rätselspielen ist eine große Frusttoleranz unabdingbar, insbesondere aufgrund des etwas durchwachsenen Schwierigkeitsgrades und der nicht immer nachvollziehbaren Lösungen.
Eine Komplettlösung…
…habe ich leider nicht, liebe Googlebesucher. Ich habe das Spiel selbst nicht komplett durchgespielt. Ich weiß, Asche über mein Haupt, aber es war einfach zu schwer. Aber wo bleibt denn der Spaß wenn man in einem Rätselspiel eine Komplettlösung benutzt?
