Mein Mac und ich


Es ist schwierig sich ein Produkt von Apple zu kaufen. Nein, besser: Es ist schwierig in der Öffentlichkeit zuzugeben, man habe vor, sich ein Produkt von Apple zu kaufen. Denn gerade als man, also ich, davon überzeugt war, dass es mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist und man es laut hinausschreien kann wird man dafür blöde angemacht. Man sei ein verblendeter Fanboy (von Apple hatte ich bisher nur ein iPhone), es gäbe technisch bessere Produkte (Ja, gibt es, aber Leistungsdaten sind nicht alles), man kaufe nur den Markennamen (Ja, das tut man auch, aber Nike-Schuhe werden ja auch wie bekloppt gekauft, weil sie eben gut sind) und Linux oder Windows1 seien ja eh viel besser (Sind sie nicht, aber anders). Ich ließ mich trotzdem nicht beirren und kaufte mir zum zweiten Mal im Leben für sehr viel Geld ein Gerät mit einem angebissenen Apfel darauf: iMac, 27″, Dual-Core. Refurbished, wegen Geld. Und ihr seid sicher total heiß darauf zu erfahren, wie das so ist.

Zuersteinmal: Der iMac ist groß. Er ist wirklich, wirklich groß! Glaubt mir, im Geschäft wirkt der nichtmal halb so groß wie er in Wirklichkeit auf eurem Schreibtisch sein wird. Das Teil ist einfach riesig. Aber von Außen betrachtet ist die Hardware grandios. Typisch Apple eben: Schlicht, verwirrt niemanden, hat eine Glasscheibe vornedran, größtenteils Monitorschwarz, Rest Weiß mit Apfel. Es ist der leichtgängigste Monitor den ich je fühlen durfte. Die Neigung lässt sich praktisch ohne Kraftaufwand, wenn man fest genug bläst vielleicht sogar berührungslos, verstellen, hält aber bombenfest. Bisher kannte ich nur die Varianten “Kippt im Laufe des Tages von selbst” und “Krafttraining”. Designmäßig zwar wahnsinnig schick aber eben auch wahnsinnig unpraktisch sind die Anschlüsse, die sich ausnahmslos auf der Rückseite befinden. Ohne Aufstehen und Umdrehen kann man also nicht mal eine Festplatte anschließen, aber der Nerd von Welt hat natürlich immer eine USB-Hub parat, mit der sich das Problem einfach 2 lösen lässt. Trotzdem hat die ein Designer nicht nachgedacht, ein kleiner USB-Anschluss an der Seite hätte ja wohl niemandem weh getan, oder? Den Einschalter nicht zu finden ist wohl Benutzerfehler. Oder Designfehler. Oder irgendwas dazwischen.

Magic Mouse und Alu-Tastatur werden praktischerweise bereits fertig gepaired mitgeliefert, man muss sie nur anschalten und sie funktionieren automagisch. Ist kein großes Ding, aber eine Sache, die viele Hersteller vergessen, wodurch ich mich als Kunde sehr gut fühle, ehrlich. Aber ernsthaft: Wer verkauft denn heute noch Tastaturen ohne Ziffernblock? Und die zusätzlich erwerbbare Tastatur mit ZIffernblock ist kabelgebunden? Apple, warum tust du mir das an? Ich bin notorischer Ziffernblocktipper! Dafür ist die Haptik angenehm und entgegen meiner ursprünglichen Befürchtung ist auch der Aufstellwinkel nicht zu flach. Auch angenehm überrascht hat mich die Magic Mouse. Ich war eigentlich überzeugt, dass ich sie ausprobieren und nach zehn Minuten eine andere anschließen würde, aber nein, sie ist durchaus gut zu bedienen. Sie ist zwar nicht perfekt zu greifen und vermutlich für längeres Mausbedienen nicht sonderlich bequem, aber die Glasoberfläche schmeichelt der Hand und ich hab mich auf Anhieb in das Scrollen mit Touch verliebt. Und, unter uns, sie sehen verdammt geil aus auf dem Schreibtisch.

Genug der Äußerlichkeiten, was steckt drin? Wie gesagt: Zahlen sind Schall und Rauch. Die Hardware tut alles was sie soll in angenehmer Geschwindigkeit. Musik hören, Bilder ansehen, Twittern und ein YouTube-Video schauen, gleichzeitig, mehr verlange ich ja nicht. Videobearbeitung konnte ich jetzt noch nicht testen, aber ich nehme nicht an, dass es dem Gesamteindruck krass entgegensteht. Festplatte ist auch genug da (1TB), sogar so viel, dass ich keine Ahnung habe, wo ich die Time Machine hinspeichern lassen soll, aber das sind ja Luxusprobleme von mir. Der Bildschirm strahlt in satten Farben so hell, dass er Nachts die Raumbeleuchtung ersetzen kann, was man zum Glück herunterregeln kann, da es mir sonst gerade mit dem Reinweißen WordPress-Backend die Netzhaut wegbrennen würde. Ton finde ich leider nicht so berauschend wie das Bild, ist in etwas das Niveau meines Laptops und wie wir alle wissen sind Laptops tonmäßig ja irgendwie mehr so eine Notlösung.

Das Gerät an sich sollte ja nun in aller Ausführlichkeit besprochen sein. Aber man kauft sich einen Mac ja nicht, weil die Hardware so unglaublich brilliert, sondern wegen dem Apfel auf der Front OS X. Ach, OS X. Warum hatte ich dich nicht schon früher? Was wollte ich eigentlich all die Jahre mit Windows, später diversen Linuxdistributionen, dann wieder Windows? Ein paar der Konzepte verwirrten mich zu Beginn natürlich ein wenig. Ich fand es bis heute Morgen noch dramatisch, Fenster nicht in dem Sinne maximieren zu können, aber mittlerweile hantiere ich spielend mit nebeneinander liegenden Dingen. Ein Programm beendet sich nicht, wenn man das Fenster schließt, sondern läuft im Hintergrund weiter? Perfekt, genau so sollte es eigentlich überall sein, finde ich mittlerweile. Ja, es ist alles anders, als ich es gewohnt bin (und wie ihr vielleicht bemerkt habt bin ich nicht nur ein Betriebssystem gewohnt), aber ich finde alles gut und einfach. Das Bild da oben zum Beispiel: Genau so wird Steam installiert. Kein Setup-Vorgang, nur das Icon dort rüberziehen. Alles andere passiert ganz praktisch für euch im Hintergrund! Yeaahh!

Nun, da alle wissen, dass ich das Gerät mag, kann ich euch noch erzählen, was ich bisher so damit angestellt habe. Das wird viele wahrscheinlich nicht interessieren, aber Manu hat gefragt und ich möchte ihn natürlich nicht im Dunkeln tappen lassen. Ihr könnt ja einfach weglesen. Oder es lesen, mich laut auslachen und mit den in den Kommentaren erklären, welche Software ich besser einsetzen würde. Wäre sogar ganz nett von euch, eigentlich.

Grundausstattung

Growl macht im Prinzip genau das, was wir auf dem iPhone als Push-Notification kennen: Spült Nachrichten auf den Desktop und ermöglich es Programmen kleine Zahlen am Logo anzuzeigen. Es war, genau genommen, das erste, was ich installierte, weil es einfach unverziehlich ist, das nicht zu haben.
Perian bringt Quicktime dazu, so ziemlich jedes Videoformat zu verdauen. Weil iTunes es trotzdem noch nicht akzeptiert konvertiere ich jetzt doch jedes einzelne AVI. Tja. Kann man aber trotzdem brauchen!

Social Gedöhns

TweetDeck, weil es für mich ungeschlagen der beste Twitterclient ist. Basiert auf AIR und läuft auf so ziemlich jeder Plattform.
Gruml, total gutes Frontend für Google Reader.
Adium, brauchbarer Multiprotokollmessenger. Frisst derzeit anstandslos ICQ und Jabber, kann irgendwie alles. Und er hat, haltet euch fest, Yoshi’s Island Icons!

Medien

HandBrake konvertiert alles in jeden, kann aber leider immer nur auf ein File gleichzeitig zugreifen.
VideoMonkey konvertiert alles nach HD264, kann dafür aber Batchverarbeitung.

Andere Software

Steam, weil es geht.
Fraise. Hab ich noch nicht probiert, sieht aus wie ein guter Texteditor für Entwickler.

Und sonst so?

iCal mit Google Calendar syncen: Neues CalDAV-Konto anlegen, Server google.com, Benutername und Passwort sind die Google-Daten, Pfad sollte automagisch erscheinen, falls nicht:

/calendar/dav/BENUTZERNAME/user/

Unter “Stellvertreter” kann man dann auswählen, welcher Kalender gesynct werden soll. BÄM, fertig.
Mail mit Google Mail syncen: Google-Konto anlegen. Tihihi.
Kontakte mit Google Contacts syncen: Unter Accounts “Mit Google synchronosieren”, tut.

  1. Das unterscheidet sich nicht nach Argumenten, sondern lediglich nach Diskussionspartner.
  2. Wenn auch nicht sonderlich stilvoll, sie ist eben im Logitech-Design.

21 Kommentare

Mehr Tipps:
-Smultron, ziemlich guter Texteditor mit Syntax Highlighting bei allem
-VLC, ich liebe VLC. VLC spielt alles ab und du musst nicht mehr mit fucking Quicktime rumhantieren. Ich hasse Quicktime. Schon immer. Außer für Panorama Quatsch anno 1999. Das war cool.
-XCode, Apples IDE. Ist ganz gut sobald man sich etwas mit befasst UND der einzige wirklich gute Weg iPhone Apps zu machen. Du hast nen iPhone, du bist Informatiker. Go for it!
-Wine bzw. Darwine bzw. Winebottler oder so. Wine für Mac, für das ein oder andere Spiel das damit gut funktioniert falls man mal sowas spielen will.
-VirtualBox, falls man dann doch irgendwann wirklich mal “richtiges” Windows brauch

Sonst Glückwunsch zum Mac, zuhause würd ich mir so ein Teil zwar solange ich keinen güldene Münzen kackenden Esel habe nie einen hinstellen, aber mein Macbook ist der beste Laptop den es gibt period. (.. quasi!)

Achja, Flash aufm Mac läuft wirklich beschissen, also wirklich wirklich. Probier mal html5 auf Youtube aus.

Unsortierte Gedanken zu deinem Text:

Kein Ziffernblock nervt, aber wohl notwendig für das Designcomputer-nix-für-Buchhalter-Image. Dass das 15,4″ und nichtmal das 17″ MBP nen Ziffernblock haben find ich richtig scheiße

Dass Programme offen bleiben ist wirklich nett, richtig Beenden kannste immer mit Apfel+Q

In den Einstellungen kannst du aus TimeMachine bestimmte Folders ausschließen, abgesehen davon ist TimeMachine das motherfucking most epic awesomste Ding auf Erden.

Dass Steam “geht” ist zwar nett aber zum zocken boote ich trotzdem lieber Bootcamp hoch, wer mit der Mausbeschleunigung richtig zufriedenstellen zocken kann ist ein Mutant oder kann auch ohne nicht zielen.

Wieso zum Teufel willst du alles von AVI in MP4 konvertieren? Fürs iPhone?

@Ramuh: Fraise ist das neue Smultron weil zweiteres nicht mehr weiterentwickelt wird ;)

@Rahmu: Jau, iPhone App Dingenszeug hatte ich eh vor mal anzusehen. Es werden großartige Dinge auf euch zukommen! Muahahahahahaaahaa!

@PeterPwn: Ausschließen bringt wohl nicht viel, wenn alle derzeit intakten Festplatten < 200 GB sind. Nach MP4 konvertiere ich, weil iTunes trotz Perian das Zeug nicht in die Library haben will. Und, unter uns, ich stehe auf harten Analverkehr ohne Gleitmittel und iTunes :-)

Wusst ich nicht. Hab in letzter Zeit an der FH eh nur Java programmiert da nutz ich sowieso Eclipse, muss ich aber dann mal testen.

Und warum musst du das Zeug unbedingt in iTunes haben?
Ich hab meine ganzen Videos einfach im vorgesehenen Filme-Ordner und spiel sie über FrontRow mit der Apple Remote ab wenn ich im Bett bin, easy as it is.
Außer für iPhone-Zwecke ist es eigentlich voll unnötig seine Videos in iTunes zu importieren.

Wie gesagt: Ich mag es, wegen der Bibliotheksfunktionen. Alleine schon dafür, dass es sich merkt, was ich gesehen habe und was nicht.

Na das klingt doch mal alles schick, überlege auch schon die ganze Zeit ob mein nächter Rechner nicht ein iMac werden soll. Allein für Videobearbeitung ist es eben ein Must-have. Hardwaretechnisch ist es, wie du schon beschrieben hast, eine Auslegungssache ob man sich nun damit zufrieden gibt oder nicht, aber auch da spielt eben das OS eine wichtige Rolle. Viele meiner Kumpels sagen “Apple sieht gut aus, kann aber nix” aber es gibt genau so viele die sagen “Apple ftw”. Naja ich denke man muss beide seiten mal versucht haben um da ein richtiges Fazit ziehen zu können. Ich urteile meist erst, wenn ich es mal versucht habe. Sollten viele menschen da draussen im webzwonull vielleicht auch mal versuchen.

so long, sam

Ich sehe, Du hast die Bluetooth-Tastatur. Bei der kabelgebundenen wären nämlich links und rechts jeweils ein USB-Port integriert, damit man zum Anschließen von Dritthardware nicht hinter den Rechner kriechen muss.
Ansonsten: Glückwunsch zum Kauf. Bin ein wenig neidisch.

Edith sagt: Growl sorgt übrigens nur für die Notifications, die Zahlen an den Programmlogos sind systemseitig vorgesehen.
Die Magic Mouse hat eine GLASoberfläche? Wirklich?

Das Ding ist größer als mein Fernseher!!! NEID!

Ansonsten noch ein paar OSX Programme, die ich lieben gelernt habe:

- Bean: schön simples Textprogramm in dem ich fast alle meine Blog-Artikel schreibe, mit Vollbildmodus sehr gut für ablenkungsfreies schreiben.
- Skitch: kleines Bildprogramm für Screenshots, die sich direkt und ohne jedes Menü bearbeiten lassen, perfekt für schnelle Größenanpassungen für Bilder, die schön ins Blog-Layout passen sollen.
- Isolator: noch findest du das mit den vielen Fenstern ganz schön, aber irgendwann willst du vielleicht auch mal nur in einem Programm arbeiten und den Rest vergessen. Isolator blendet dann nur noch das jeweils aktive Fenster ein.
- You Control Tunes: iTunes über die Menüleiste bedienen.

Deine Obsession alle Filmdateien in iTunes einzupflegen kann ich auch nicht nachvollziehen.

Growl und Quicksilver werden ja immer als wichtigste erste Installationen auf einem neuen Mac angepriesen, aber ich finde beide eher nervig und ablenkend. Muss man einfach mal eine Woche testen, ob es einem gefällt.

Ich versteh’ ja von dem ganzen Gedöhns nix, deshalb nur 2 kleine Anmerkungen:
1. Du hast deinen iPod unterschlagen…
2. Wie passt das denn auch noch auf deinen Schreibtisch?

@Rhodok statt You Control Tunes würde ich eher Tune Instructor empfehlen, ist Freeware und hat auch noch ganz großartige Features zur Mediathek-Verwaltung, u.a. Cover-Suche.
http://www.tune-instructor.de/de/tutorials.html

Der Vorteil von Quicksilver hat sich mir noch nie erschlossen, die Programme die ich wirklich oft brauche sind im Dock und der Rest geht über Spotlight doch genauso schnell. Kann aber auch an meiner aus Windows gewohnten “OMZG beware of the Programmfragmentierung” Einstellung liegen, man will ja nicht dass das System durch viele Programme langsamer wird, haha :D

@Friedenspanzer das ist so ein Ding wo man bei DAUs immer die Hände überm Kopf zusammenschlägt wenn die nach sowas fragen, aber wenn du die Rechenzeit dafür übrig hast go for it :-P

@Christian: Oh, vielleicht brauche ich doch eine kabelgebundene. USB und Ziffernblock sind schon zwei gute Argumente, finde ich. Die Oberfläche der Maus ist die selbe wie beim iPhone, also Irgendwie-Sowas-Wie-Glas. Das mit Growl dachte ich mal gehört zu haben, Einwand akzeptiert.

@Rhodok: Quicksilver finde ich auch unnötig, geht ja perfekt mit Spotlight. Die Tools werd ich mir mal anschauen, danke für die TIpps.

@Matthias: Wenn man den Schreibtisch aufräumt ist der ziemlich groß, true story. Wärst du mal gekommen und hättest Hallo gesagt statt es durchs ganze Haus zu brüllen wüsstest du das :-P Das mit dem iPod (Shuffle) ist richtig. Äh… Den hab ich bei einem Gewinnspiel gewonnen, der zählt also nicht.

Wer kam eigentlich auf die Idee @ auf Alt+L zu legen, häh? ;)

Wenn man den Mac mal länger am Stück nutzt, ohne durch Windows unterbrochen zu werden, lernt man Alt+L für das @ zu schätzen. Oder man gewöhnt sich zumindest daran.

Ja, glaub ich ja, aber ich kann eben berufsbedingt nicht ständig am Mac sitzen. Systembrüche sind immer doof, egal ob jetzt Strg+Alt+Q oder Alt+L die bessere Lösung ist. Ist ja bei Sachen wie Fn+Backspace (Entf) oder CMD+Rechts (End) nicht anders *seufz*

(Bevor jemand verwirrt ist: Alt Gr ist nur eine Abkürzung für Strg+Alt.)

Ich auch, ich auch!

Erstmal: Quicktime ist total super, spielt Zeug ab ohne mir nervige und hässliche UI um die Ohren zu hauen, schade nur dass Quicktime X die ganze Power von Quicktime 7 verloren hat. VLC ist auf dem Mac eher hässliche Notlösung, ich greife erstmal zu Mplayer OSX Extended wenn QT+Perian mal nicht weiterkommen.
Zweitens: iTunes ist das Programm, das mich damals zum Mac geholt hat. Inzwischen möchte ich es regelmäßig an die Wand werfen. Ich würde mir wirklich gut überlegen ob es sich lohnt es auch noch zur Verwaltung von Videos zu verwenden und vorher sicherstellen, dass es mit Libraries von mehreren hundert GB-Größe überhaupt klar kommt (von den Konvertierungsverlusten die Du dir einhandeln wirst mal abgesehen)

Arbeiten
- Keynote. Killerapp. Immer wieder lustig zu sehen wie Powerpointveteranen die Kinnlade runterklappt.
- Pages ist toll wenn man wirklich elegante, kleine Texte setzen will. Lebenslauf, Berichte, Broschüren… kann mehr und besser Grafik als MS Word, ist bei der Textverarbeitung aber nicht halb so mächtig.
- Adobezeug, stinkt auf dem Mac genau so wie unter Win, ist aber auch genau so wichtig. Gibt dummerweise keine Crossplattformlizenzen.
- MS Office… demnächst kommt ja ne neue Version, vielleicht wird die weniger nervig. Office ist Office, das UI auf dem Mac verwirrt weil es so anders sein will, aber manchmal braucht man den Kram aus Kompatibilitätsgründen einfach. Auch Extralizenzwurst für den Mac.

Zeug
- Cuppa kleiner Timer fürs Dock, gibt auch etwa drölfzig andere, aber Cuppa ist so schön schlicht und kann so wenig, dass ich den besonders mag.
- Boxer, Dosbox-Frontend, für den Commander Keen zwischendurch
- MindNode, macht einfach hübsche Mindmaps. Kein brachialer Funktionsumfang wie bei FreeMind oder so, aber toll!
- OmniOutliner, bestes Outlinetool wo gibt. Ich benutze das für alles, ToDo-Listen, Brainstorming, Komische Listen und so. Kost glaub ich was, war bei meinem G4 iBook damals dabei.
- LittleSnitch, Firewall für ausgehende Verbindungen. Für Paranoide oder Menschen die etwas besser im Blick haben wollen, mit wem ihre Software so reden möchte. Kost wenig.
- TeamViewer, sollte bekannt sein, funktioniert halt.
- Skype-Plugin für Adium, Skype muss leider im Hintergrund laufen, aber man hat wenigstens den Chat in einem gescheiten Fenster.
- Burn, ja der Finder kann auch CDs brennen, aber Burn kann etwas mehr und etwas unkomplizierter.

Für’s Dashboard:
- Delivery Status, zum Pakete verfolgen
- http://merl.ws/db-widgets/wetter als mächtigeren Ersatz für Apples Wetterwidget (wenn auch nicht so hübsch, grade Schnee sieht so toll aus, aber man kann nicht alles haben)
- TV Forecast, US Serienausstrahlungen im Blick haben
- iStat Pro, Statusanzeige für das System, CPU, Ram, Akku, Temperatur… es gibt Leute die kleben sich das lieber mit iStat Menus in die Menüleiste, aber wer will schon immer seine CPU-Temperatur sehen?

Cmd+Shift+4 = Profit!

Falls es dich interessiert, kannst du dir bei mir im Blog mal die Software-Seite angucken, sind einige hübsche Progrämmchen dabei, die das Arbeiten noch etwas angenehmer gestalten.

Ich für meinen Teil muss sagen, dass ich mir vermutlich nie wieder einen Mac kaufen werde. Ganz einfach aufgrund der Hardware, die für mich eben doch etwas wichtiger ist. Klar, die großen Macs haben gute und schnelle Bauteile, aber sie kosten dementsprechend auch mehr Geld – deutlich mehr Geld, als ein vergleichbarer PC. Hinzu kommt, dass mir das Design ziemlich Pumpe ist. Klar, zehn Minuten freue auch ich mich, wenn auf meinem Schreibtisch ein glänzender Rechner steht, aber danach ist es mir egal.

Bei Mac OS X bin ich weitaus weniger schlüssig. Fakt ist: Ich liebe das System und ich benutze es auf Rechner tausendmal mehr als Windows XP (hab ich zum Zocken) und Ubuntu (hab ich zum Herumprobieren). Bei Mac OS tut man einfach, was man tun will, und zwar ohne Anleitung oder irgendeien Firlefanz. Und das, was du beim Installieren lobst, hat mich andersherum wirklich geschockt: Als ich kapiert habe, dass ich Skype in Windows eben nicht einfach in den Programmordner ziehen kann, war ich mehr als verwirrt. Es gibt aber auch Dinge, die mich stören. Beispielsweise mangelnde Alternativen. Ich bin kein Freund von iPhoto, ich bin kein Freund von iTunes und für beide Programme gibt es keine vernünftige Alternative (Songbird ist imo ebenfalls Crap und Picasa … ich fang gar nicht erst an, mich darüber aufzuregen^^). Und genau das geht mir bei Apple auf den Keks: Die würden den Mac am liebsten auch nur noch mit dem App Store beliefern, am besten auch noch nur mit hauseigener Software. Ich will als Nutzer aber selbst entscheiden, was ich mit meinem Computer tue und was nicht.

Vorerst werde ich sicher noch bei Mac OS X bleiben. Ubuntu ist mir bis heute zu umständlich beim Installieren und Windows… naja ist besser als früher, aber weiterhin nichts für mich.

@Christian: Das @ ist bei mir bei Ubuntu ganz witzig. Habe da nämlich auch die Mac-Tastatur und muss es mit ALT (rechts) und L machen … das kickt einen jedes Mal aus dem Schreibfluß :D

toller beitrag! ;-)
habe auch seit einigen wochen ein macbook. was die software angeht, kann ich dir fast 100%ig zustimmen. growl zb ist natürlich ein muss, adium ist genial und gruml super praktisch!

Du willst es doch auch!