Die Schönheit des Tötens

Die meisten Spiele tangieren einen eher peripher. Man spielt sie manchmal sehr gerne, vergisst auch gerne mal vieles um einen herum, aber sie bleiben doch immer nur ein Spiel. Manchen Spielen aber gelingt es, dass sie uns so sehr in ihre Welt ziehen, dass wir uns total darin befinden und wir so spielen, als wären wir wirklich da, als wäre es nicht nur ein Teil unseres Lebens, sondern unser Leben selbst. Das hat bei mir schon lange kein Spiel mehr geschafft, aber faszinierenderweise gelingt es gerade einem Spiel, das nichtmal versucht uns vorzutäuschen, es sei die Wirklichkeit, sondern es zum Teil des Spieles macht, dass wir eine Simulation erleben. Vielleicht fällt es mir auch gerade deswegen so leicht, mich auf das Spiel einzulassen, es konfrontiert mich praktisch ständig damit, dass ich mich gerade nicht in der Realität befinde, sondern in etwas, das mehr ist als ein Traum, aber eben doch nicht echt. Die Rede ist natürlich vom Animus, das Spiel ist Assassin’s Creed II.
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