Publisher kielholen

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Piraten sind schon ein lustiges Völkchen. Ich meine natürlich nicht diese modernen Piraten, die mit ihren Maschinengewehren auf Boote schießen, und auch nicht die historische Piraten, die in ihrem eigenen Dreck ein geächtetes Leben leben. Ich meine die echten Piraten, mit Augenklappe, Holzbein und einer schwarzen Flagge, die so tolle Dinge sagen wie “Arrrrr!”. Ganz so lustig sehen es einige Leute natürlich nicht: Die Industrie nämlich. Nicht nur, aber vor allem diejenigen Teile der Industrie, die sich mit dem Verkauf von geistigem Eigentum ihr Geld verdienen.
“Die Piraterie hat uns Umsatzeinbußen von 30 Milliarden Dollar beschert!” – “Raubkopierer sind Schuld an den hohen Preisen!” – “Piraten zerstören Kreativität!”
Solche Sätze hört und liest man immer wieder. Mittlerweile ist es nach fast überall gedrungen, dass das nur Marketinggewäsch ist. Noch nicht angekommen ist das leider bei der CDU, in Bayern, bei der Generation 50+ und in der Industrie. Obwohl: Letztere wissen es vermutlich besser und lachen sich darüber kaputt, dass es wirklich jemand glaubt.
Seht mal, der aktuelle Videospielemarkt ist ein vom Verkäufer diktierter Markt, obwohl wir uns laut meinem alten VWL-Lehrer auf einem Käufermarkt befinden. Der Unterschied ist: Auf dem Verkäufermarkt bestimmen Anbieter Konditionen und Preise, auf dem Käufermarkt bekommt man günstige Ware bei angemessenen Konditionen. 50€ und mehr für zehn Stunden und weniger Unterhaltung ist ein nicht unbedingt angemessener Preis1. Dazu gibt es dann noch (zumindest in Deutschland) keinen Jugendschutz, sondern eine Gängelei, technische Schlampereien wie zum Beispiel GTA IV auf dem PC und Kopierschutzmaßnahmen, für die man früher standgerichtlich erschossen worden wäre, wie zum Beispiel bei, entschuldigung Rockstar, GTA IV oder Spore.
Auf der anderen Seite, was manche sogar als die dunkle Seite bezeichnen, gibt es dann die Raubkopien. Diese bieten mehr oder weniger das selbe Produkt umsonst. Verzichten muss man dabei zwar auf die in letzter Zeit immer öfter schön gestaltete Verpackung, dafür darf man auch auf die schlechten Seiten verzichten. Ich muss schon wieder GTA IV als Beispiel nennen: Die Raubkopie2 funktionierte direkt nach Erscheinen mit allen Grafikkarten, es musste kein Flash installiert sein, man musste seine Seele nicht durch Anmeldung in diversen Communities verkaufen und die Grafikaussetzer die bei Raubkopien den Spaß verderben sollten gab es nur in den Originalversionen. Ich betone noch einmal: Die kundenfreundliche Version war umsonst! Den einzigen Preis den man bezahlt hat war das schlechte Gewissen, eine Raubkopie zu spielen.
Das alles ist in dieser Form nichts Neues und wurde eigentlich nur in den Computer hinein3 getippt um diesen Link unterzubringen. Dahinter versteckt sich eine Newsmeldung in der steht, dass Valve es endlich kapiert hat, dass Raubkopierer nur verprellte Kunden sind. Oh Gott, für diese Erkentniss könnte ich sogar anfangen Steam vorbehaltslos einfach nur gut zu finden. Tu ich natürlich nicht.
Da es hier um Videospiele geht habe ich die ganze Zeit nur von Spielen und Publishern geredet, das Ganze lässt sich aber auch 1:1 auf die Musik- und Filmverwerter übertragen.
