Rock Band: Jetzt mit noch mehr Tasten!

Wie Areagames berichtet sagte Alex Rigopulos gegenüber der New York Times:
Eines der wichtigsten Design-Ziele von Rock Band war es, ein möglichst authentisches Musikerlebnis zu bieten und ich denke dass wir in den nächsten Jahren fortfahren werden, die Lücke zwischen simuliertem und echtem Musizieren zu schließen. Der Weg dahin ist aber nicht leicht: Je weiter wir uns an echte Instrumente annähern desto schwieriger wird das Spiel.
Er hat doch selbst erkannt wo das Problem liegt: Bei Rock Band handelt es sich um ein Spiel. Das sollte jedem bewusst sein, der es sich kauft: Eine Gitarre hat 6 Saiten und gefühlte 20 Millionen Bünde1 in denen man diese greifen kann. Der Controller von Rock Band hat 5 Tasten. Darum geht es ja: Ein simples Geschicklichkeitsspiel mit einem interessanten Setting und noch interessanterem Soundtrack. Wer meint denn eigentlich wirklich, er könne Gitarre spielen wenn er sich Rock Band kauft?
Warum sollte sich das Spiel mehr hin zu realen Instrumenten bewegen? Für den Preis des Rock Band-Bundles bekomme ich auch schon eine E-Gitarre für Anfänger. Klar ist es sehr viel schwieriger diese zu erlernen, aber wie gesagt, Rigopulos hat es doch verstanden, Komplexität und Authentizität verhalten sich proportional zueinander. Ob ich nun lerne Rock Band zu spielen oder Gitarre zu spielen macht für mich vor allem den Unterschied, dass eines von beiden wirklich cool und das andere nur ein Spiel ist.
Ich stelle die Prognose für die Zukunft, dass diese Entwicklung dem Geschäft mehr als nur schädlich ist. Weil irgendwann alle auf meine Gedanken kommen sollten.
- Wer schonmal versucht hat Gitarre zu spielen wird wissen, was ich meine. ↩

Ein Kommentar
Einzelspieler
21. Januar 2009
19:30
Ich glaube nicht, dass es ihm wirklich darum geht Musikspiele realistischer, sondern eher darum diese interessanter zu machen. Umso mehr ich glaube das ein Musikspiel realistisch ist, umso cooler fühle ich mich, wenn ich es beherrsche. Reine PR, meiner Meinung nach.